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Alles im Doppelpack

Die Arbeit mit kritisch kranken Kindern ist anspruchsvoll. Deshalb hat Valeria Pirelli zusammen mit ihrer Arbeitskollegin Joelle Künzli das Nachdiplomstudium HF Intensivpflege Pädiatrie absolviert. Die intensive Zeit des Lernens hat die beiden zum Dream-Team gemacht. 


Es war während eines Mittagessens im Personalrestaurant des Universitäts-Kinderspital beider Basel als die diplomierten Pflegefachfrauen HF Valeria Pirelli und Joelle Künzli einen Beschluss fassten: «Jetzt melden wir uns für das Nachdiplomstudium HF Intensivpflege Pädiatrie an», sagte Valeria Pirelli zu ihrer Arbeitskollegin. Joelle Künzli, die neben ihr am Tisch sass, überlegte einen Momenten – und stimmte zu. Den beiden Mitarbeiterinnen der Intensivstation Pädiatrie war seit längerem klar geworden, dass sie sich für ihre anspruchsvolle Tätigkeit mehr Wissen und zusätzliche Kompetenzen aneignen wollten. Darauf folgten zwei Jahre «im Doppelpack», wie Valeria Pirelli sagt. «Von diesem Moment an haben wir alles im Teamwork gemacht», erklärt die 25-Jährige. Zuerst die Anmeldung für das Nachdiplomstudium, dann unzählige Reisen von Basel nach Bern ans BZ Pflege und zurück. Und vor allem eines: Lernen, lernen, lernen. «Vor und nach dem Dienst haben wir uns jeweils getroffen, Zusammenfassungen ausgetauscht und Inhalte diskutiert», erklärt Joelle Künzli. «Das schweisst zusammen», betonen beide unisono.


Sie verstehen sich blind

Das Zweierteam spielt auch im Spitalalltag. Wenn Valeria Pirelli und Joelle Künzli gemeinsam im Dienst sind, arbeiten sind Hand in Hand. Kommt eine Frage auf, sprechen sich die beiden ab und unterstützen sich gegenseitig. Besonders zum Tragen kommt die Verbindung der beiden Frauen in belastenden Momenten. «Auf der Intensivstation Pädiatrie erlebt man Schicksalsschläge oder Patientensituationen, die sehr nahe gehen», erklärt Valeria Pirelli. In der Gegenwart ihrer Arbeitskollegin fühlt sie sich auch in solchen Situationen stets aufgehoben. Die beiden Pflegefachfrauen kennen sich inzwischen so gut, dass die Verständigung ohne Worte möglich ist: «Wir verstehen uns blind», sagt Valeria Pirelli. Dazu kommt ein Faktor, der in stressigen und anspruchsvollen Arbeitssituationen entscheidend ist: «Auf Valeria kann ich mich zu 100 Prozent verlassen», betont Joelle Künzli. Wenn die beiden erzählen und über sich reden, wird klar, was wenig später zum Ausdruck kommt: «Wir sind längst auch privat die besten Freundinnen», sagt Valeria Pirelli. 


Mehr als Arbeitskolleginnen

Inzwischen haben Valeria Pirelli und Joelle Künzli ihre Weiterbildung erfolgreich abgeschlossen. Sie blicken auf eine intensive Zeit zurück. «Ich hatte gelegentlich Krisen und fragte mich: Wozu all dieser Stress?», so Joelle Künzli. Gegenseitig hätten sie sich immer wieder motiviert, um die Sache durchzuziehen, sagt sie. Valeria Pirelli ist stolz auf ihr Diplom. Als Expertin Intensivpflege Pädiatrie hat sie im Berufsalltag mehr Kompetenzen und trägt zunehmend Verantwortung. «Ich pflege jetzt Kinder, die reanimiert oder künstlich beatmet werden.» Auch beim Transport von schwerkranken Kindern komme sie zum Einsatz, erklärt Valeria Pirelli, die sichtlich an Selbstvertrauen gewonnen hat. Gemeinsam mit Joelle Künzli bewältigt sie Tag für Tag intensive und berührende Momente mit Kindern und ihren Angehörigen. Es sei ein Glück, sagen die beiden Frauen, dass sie sich gelegentlich auch in der Freizeit darüber austauschen könnten.


Bezugsperson von Valeria Pirelli


Name

Joelle Künzli


Jahrgang

1988


Arbeitgeber

Universitäts-Kinderspital beider Basel


Funktion

Diplomierte Expertin Intensivpflege NDS HF


Ausbildung und Werdegang

Ausbildung zur Fachfrau Gesundheit und anschliessend zur diplomierten Pflegefachfrau HF


Berufsbildung heisst für mich

Meine Fähigkeiten erweitern, neue Kompetenzen erwerben und mein Fachwissen vertiefen, um den Kindern die bestmögliche Pflege zu bieten


Was ich im Leben mag

Offene Leute und neue Kontakte